Von Port Angeles nach Forks - Olympic National Park

Der heutige Tag bringt uns nur 70 Miles weiter, bereichert uns aber um fantastische Eindrücke. Wir fahren von Port Angeles, WA nach Forks, WA und befinden uns im Olympic National Park, in Mitten der Olympic Halbinsel, eingerahmt vom Pazifischen Ozean.

Dieser US Nationalpark ist weniger bekannt aber nicht weniger interessant. Das faszinierende sind die unterschiedlichen Landschaften. Von der Alpinen Hurricane Ridge über tiefe, unberührte Urwälder, bis hin zur rauen zerklüfteten Nordpazifikküste. Alles in einem National Park.

Den Vormittag verbringen wir auf knapp 1.700m Höhe, wandern ein wenig entlang der Hurricane Ridge. Unsere Fahrt bringt uns, wie schon beschrieben durch urige und üppig, grün tiefe Wälder nach Forks. Wir lassen unser Reisegepäck rasch im Motel und machen uns auf den Weg an die Pazifikküste. Hat es heute Morgen nach Pinienwäldern gerochen, haben wir nun den frischen, salzig-fischigen Duft der Küste in der Nase.

Die Küste und ihre Strände sind rau, zerklüftet - Felseninseln, teilweise bewaldet, ragen heraus. Das Wasser sehr kühl und stark salzig. Wir befinden uns in dem kleinen Fischerdorf "La Push". Es beherbergt 350 indianische Seelen vom Stamm der Quileute. Eine kleine Marina, mit aktiven Fischerbooten und ein noch kleineres (leckeres) Fischrestaurant - das wars.

Es ist herrlich bereichernd hier gewesen zu sein!

Von Seattle nach Port Angeles

Wir lassen Seattle und seinen Großraum hinter uns, bewegen uns zunächst südlich nach Tacoma, um von hier aus in Richtung des Highway 101 zu steuern. Dieser bringt uns zu unserem heutigen Etappenziel, Port Angeles.

Tacoma hat seinen Namen der indianischen Bezeichnung des heutigen Mount Rainier zu verdanken. Sie nannten ihn Mount Tahoma. Der Berg gehört zu den aktiven Vulkanen der USA und ist an vielen Tagen sowohl von Seattle, als auch von Tacoma aus zu sehen. Wir haben den Vulkan seit unserer Ankunft noch nicht einmal zu Gesicht bekommen. Die Fernsicht ist extrem niedrig - die Region plagt sich mit dichten Rauchwolken der diversen Waldbrände in Oregon und Kalifornien.

Tacoma selbst verfügt über einen für die Region wichtigen Cargo Hafen, entsprechend nehmen wir die Optik beim Vorbeifahren als maritim-industriell war. Kurz hinter Tacoma bringt uns die Tacom-Narrow-Bridge über den Puget Sound auf die Halbinsel Kitsap. Die Natur übernimmt, das Landschaftsbild wird von größeren, urigen Waldgebieten bestimmt. Jetzt fühlen wir uns mehr und mehr im Norden der USA angekommen.

Von der Halbinsel Kitsap geht es weiter nach Olympic Peninsula. Der nächste Ort am 101 nennt sich Sequim und bezeichnet sich selbst als Lavendel-Hauptstadt. Von den Lavendelfeldern der vielen kleinen Farmen haben wir optisch nicht viel mitbekommen. Es ist zum einen keine typische Blütezeit, zum anderen war es auch im Norden der USA ungewöhnliche warm. Wiesen und Felder sind, wie in Europa, ziemlich ausgetrocknet.

Normalerweise wären wir die gesamte Fahrt über von den Olympic Mountains begleitet worden. Auch diese sind leider nicht zu sehen und verstecken sich hinter den Rauchschleiern. Sehr schade, da die Straßenführung optisch ein Schmankerl gewesen wäre. So fehlen mir auch schöne fotografische Elemente von unserer heutigen Fahrt.

Am Nachmittag erreichen wir Port Angeles. Ein Spaziergang hilft uns diesen keinen Ort zu erfassen. Port Angeles ist der nördlichste Punkt - in 90 Miles Entfernung befindet sich Kanada. Sequim und Port Angeles fungieren, zumindest in den Sommermonaten als Rückzugsort gut betuchter Bürger aus Seattle. Beide Ort sind klein aber gut gepflegt. Die Temperatur ist hier auch spürbar gesunken und sobald die Sonne untergegangen ist, muss man von kalten Temperaturen sprechen. Diese werden uns in den kommenden 2 Tagen bei der Umrundung der Olympic Halbinsel begleiten.